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Anwenderberichte

Ingenieurbüro Kannewischer:
Positives Wassererlebnis für den Badegast
AVA- und Kostenkontrollsystem unterstützt TGA-Planer

Am Ende eines erfolgreichen Bäderprojektes steht das positive Wassererlebnis. Dieses vielschichtige Gesamterlebnis plant der ganzheitliche Bäderspezialist Kannewischer. Seit der Gründung vor über 30 Jahren hat das Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung aus Baden-Baden über 150 Hallen-, Freizeit-, Erlebnis-, Wellness- und Thermalbäder geplant.

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Und das nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Sogar in Moskau und Kiew sind die badischen Bäderspezialisten gefragt.

Dass die Auftraggeber, in den meisten Fällen sind dies Kommunen und Stadtwerke, bei Konzeption, Planung und Realisierung auf die Kosten schauen, ist offensichtlich. Um daher von der ersten Kostenschätzung bis zur Abrechnung den Bauherren in jedem Stadium eine realistische Kostenübersicht bieten zu können, setzt das TGA-Büro auf entsprechende Software. So nutzen die Ingenieure der Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH seit 2003 die durchgängige Lösung CALIFORNIA 3000 für AVA und Kostenkontrolle des Münchener Systemhauses G&W Software Entwicklung GmbH.


Eingang Spreewaldtherme in Burg

Flexibles Programm war gefragt
Das ursprünglich genutzte Ausschreibungsprogramm wurde vom Hersteller nicht weiter entwickelt, Texte werden immer komplexer und Artikelnummern und Leistungsbeschreibungen ändern sich ständig. Daher benötigen die TGA-Planer ein flexibles Programm, das auch in den nächsten Jahren noch auf dem Markt sein wird. Dipl.-Ing. (FH) Andreas Debus, Projektleiter beim Ingenieurbüro Kannewischer und zuständig für das Projektkostencontrolling: „Uns hat die Durchgängkeit des Programms, dessen logischer Aufbau sowie die einfache Handhabung überzeugt.“

Für jedes abgeschlossene Projekt existiert im Büro Kannewischer ein Projektdatenblatt. Ingenieur Debus erklärt: „Das ist eine DIN A4 Seite mit allen wesentlichen Projektfakten: Anzahl der Badewasseranlagen mit Umwälzmenge, Anzahl der Lüftungsanlagen, Besonderheiten in den einzelnen Gewerken und natürlich die Technikkosten. Möchte ein Bauherr ein Bad mit ca. circa 30.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt bauen, haben wir eine erste Größenordnung der Kosten.” Da diese groben Richtkosten aber nicht dem Qualitätsstandard des badischen Bäderspezialisten entspricht, kommt die Software der Münchener ins Spiel. Haben die Ingenieure früher die Kalkulationsansätze für die benötigten Positionen in Excel-Tabellen hinterlegt, so ist man dazu übergegangen die Grobpositionen bereits ab der ersten Kostenschätzung in CALIFORNIA 3000 einzutragen.


Thermalsole Außenbecken der Spreewaldtherme in Burg

Dokumentation aller Kostenstände von der Kostenschätzung…
Das System ermöglicht einen transparenten Planungsprozess durch die Dokumentation aller Kostenstände von der ersten Kostenschätzung bis zur Kostenfeststellung und stellt eine permanente Kostenkontrolle im Sinne des Auftraggebers sicher. Bei der Kostenermittlung kann der Planer auf die Kosten abgeschlossener Projekte, die in der CALIFORNIA-Datenbank gespeichert sind, zurückgreifen und dabei Planungsvarianten einfach per Knopfdruck durchspielen.

Ist die Kostenermittlung abgeschlossen, stellt der zuständige Projektleiter diese mit der Vorplanung und einem Erläuterungsbericht der Bauherrschaft vor. Nach Freigabe des inhaltlichen und preislichen Umfangs erfolgt die Konzeption und Entwurfsplanung. Nun schreiben die Planer die Kostenschätzung im System fest und eine detaillierte Kostenberechnung erfolgt.


Innenanlage der Spreewaldtherme in Burg

... über die Kostenberechnung
Dabei greifen die Ingenieure auf Positionen in der eigenen Datenbank zurück, die ständig angepasst werden. „Basis einer jeden Kostenberechnung ist eine detaillierte Massenermittlung mit einem spezifischen Einheitspreis ”, erklärt Projektleiter Debus. Bei den technischen Großgeräten allerdings wie Lüftungsgeräten, Membranzellenelektrolysen, Betriebswasseraufbereitungsanlagen u.a., die aus vielen Komponenten bestehen, muss das Ingenieurbüro die Details bei den Herstellern erfragen. Bei diesen Geräten entwickelt sich die Technik rasant weiter, was sich auch in veränderten Preisen niederschlägt.


Innenanlage der Spreewaldtherme in Burg

… bis zur Abrechnung
Ist das Leistungsverzeichnis erstellt, übermitteln die Ingenieure dieses sowohl als Ausdruck als auch elektronisch über die GAEB-Schnittstelle den Bietern. Die ausgefüllten Leistungsverzeichnisse werden dann entweder manuell, sofern diese nur ausgedruckt vorliegen, ins System übertragen oder über die Schnittstelle eingelesen. Nach Erstellung des Preisspiegels, je nach Anforderung detailliert oder komprimiert, als Schwerpunkt- oder Ausreißerpreisspiegel, auch in Excel als grafische Auswertung, unterbreitet der Projektleiter dem Bauherren einen Vergabevorschlag. Dieser vergibt dann den Auftrag. Die Rechnungen – Abschlags- sowie Schlussrechnungen – erhalten die Ingenieure zwecks Prüfung und Freigabe. Dabei überwacht CALIFORNIA 3000 die gesamte Bauausführung von der Freigabe der ersten Abschlagsrechnung bis zur Rückgabe der Bankbürgschaft nach Ablauf der Gewährleistungsfrist. Somit ist eine durchgängige Kostenkontrolle gewährleistet.

Enorme Zeitersparnis
Für die TGA-Spezialisten ist die Durchgängigkeit des Systems sowie die einfache Handhabe wichtig. Andreas Debus: „Kopier- und Formatierfunktionen entsprechen dem Windowsstandard. Suchen wir eine bestimmte Pumpe, gehen wir in die Produktdatenbank der Hersteller und kopieren die Daten in den Leistungstext. Dann müssen wir diesen nur noch formatieren und die produktspezifischen Details dem Projekt anpassen.“ Früher schrieb die Sekretärin die Informationen aus dem Produktkatalog ab und die TGA-Spezialisten mussten diese weiter ergänzen. Das bedeutete einen enormen Zeitaufwand.


Attraktionspumpen Badewasser und Brunnenwassernachspeisung

Unterschiedliche Kostengliederung möglich
Als Vorteil sieht man im Büro Kannewischer die projektübergreifende Kostenkontrolle. „Die Bauherren verlangen immer wieder, dass man die Kostenschätzung mit der Kostenberechnung vergleicht und die Kostenberechnung mit dem Kostenanschlag und diesen mit der Kostenfeststellung. Das können wir mit CALIFORNIA 3000 einfach auf Knopfdruck.“ Auch die Freiheit der Kostengliederung ist für die Bäderspezialisten eine wichtige Funktion. In jedem Projekt können unterschiedliche Kostengruppen hinterlegt werden. Obwohl Kommunen und Gemeinden die Kostengliederung nach der Original DIN 276 fordern, benötigen diese manchmal zusätzlich eine gewerkespezifische Gliederung oder eine Gliederung nach Bauteilen oder Bauabschnitten. „Wir haben für einen Bauherren ein Freibad und ein Hallenbad geplant, das aus verschiedenen Quellen finanziert wird. Neben der Kostengliederung nach DIN 276 wurde entsprechend die Kostengliederung auch nach Bauteilen vorgenommen. Das geht mit CALIFORNIA einfach und schnell“, fasst Projektleiter Debus zusammen.

 

Weitere Informationen siehe www.kannewischer.com und www.gw-software.de.

Autor: Heike Blödorn, Karlsruhe
Fotos: Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH Baden-Baden
© G&W Software Entwicklung GmbH 2006