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Anwenderberichte

Ingenieurbüro Scheer GmbH: Flexible AVA-Software gefragt
Schwäbischer TGA-Planer setzt auf CALIFORNIA 3000

Seit 1959 arbeitet das Ingenieurbüro Scheer für öffentliche Auftraggeber, Industrie, Banken und private Bauherren. Die Hauptniederlassung der Deutschen Bank sowie die Daimler-Chrysler Bank in Stuttgart, das Rosmarin Karree in Berlin, Bürogebäude im Holzhafen Hamburg sowie große Einkaufszentren, die teilweise einen TGA-Anteil im zweistelligen Millionenbereich beinhalten, gehören zu den erfolgreich abgewickelten Projekten des schwäbischen Büros. Darüber hinaus hat das Büro mit zwei Niederlassungen und 50 Mitarbeitern die technische Gebäudeausrüstung von Kliniken und Industriekomplexen geplant.

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Dabei decken die Planer das gesamte Spektrum der Technischen Gebäudeausrüstung angefangen bei Heizung- und Kältetechnik, über Raumlufttechnik, Sanitärtechnik, Elektrotechnik, Aufzug- und Fördertechnik bis hin zur Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Gebäudeautomation ab.

Einfache Handhabung sowie guter Kontakt zum Hersteller gefragt

Nachdem klar war, dass das eingesetzte AVA-Programm nicht mehr weiterentwickelt würde, machte sich das Büro Scheer 1999 auf die Suche nach einem neuen System. Neben der Durchgängigkeit der Funktionen spielte eine einfache Handhabung sowie der gute Kontakt zum Hersteller eine große Rolle. Bewährt hat sich CALIFORNIA classic, die Vorgängerversion des heutigen CALIFORNIA 3000 der Münchener G&W Software Entwicklung GmbH sowie das eingespielte Team der Münchener. Diplom-Ingenieur Thomas Schüttke, zuständig für den Einsatz der EDV beim Ingenieurbüro Scheer erklärt: “Sie merken schnell, ob die Berater engagiert sind und mit Ihnen zusammen eine Lösung erarbeiten möchten. Ist dies der Fall wie bei G&W, entsteht daraus ein Vertrauensverhältnis. Das war für uns, außer der Funktionalität des Programms, ein wesentliches Entscheidungskriterium.” Darüber hinaus war für die Planer wichtig, dass das Softwarehaus auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken konnte und die Weiterentwicklung der AVA- und Kostenplanungslösung gesichert ist.



Holzhafen, Hamburg.

Prozesse mussten optimiert werden

Früher suchten die Ingenieure die Daten aus dem Stammdaten-LV heraus, versahen die Titel mit Einheiten und zusätzlichen Texten und gaben dann die Informationen ans Sekretariat weiter, damit dort das neue Leistungsverzeichnis geschrieben werden konnte. Ein aufwändiges Unterfangen, das es zu optimieren galt. Gewünscht war, die Daten per Drag & Drop vom Mutter-LV ins Ziel-LV zu ziehen, um diese dann dort weiter zu bearbeiten. Daher war es für die TGA-Experten wichtig, dass das Münchener Softwarehaus die Daten des “alten” Systems in das neue einlesen konnte.

Allerdings sieht heute, acht Jahre später, die Situation schon wieder anders aus. “Bausteine wie Rohrleitungen, Armaturen, Dämmungen, Isolierungen, Luftkanäle, Brandschutzklappen, Kabelträger und Kabel haben sich im Laufe der Zeit nicht gravierend verändert“, meint Ingenieur Thomas Schüttke und fährt fort: „diese können wir weiter aus dem Mutter-LV einlesen. Aber bei der Heiztechnik, bei den Lüftungsgeräten, wo man mit verschiedenen neuen Techniken, Wärmeerzeugung- und Wärmerückgewinnungssystemen arbeitet, schreitet die Technik rasant fort.“ Daher pflegt das Büro diese Titel nicht mehr im Mutter-LV, sondern stützt sich in diesen Fällen stärker auf eigene weiterentwickelte Texte sowie auf Texte der Hersteller, die dann LV-tauglich nachbearbeitet werden.

Bei großen Projekten können die Planer das AVA- und Kostenkontrollsystem oft nicht in der vollen Durchgängigkeit einsetzen, da in vielen Fällen ein Generalunternehmer das Projekt abwickelt.
Die Durchgängigkeit von CALIFORNIA 3000 angefangen bei der ersten Kostenermittlung bis zur Abrechnung kommt dann bei kleineren und mittleren Projekten zum Tragen. So greifen die Ingenieure bei der ersten Kostenschätzung auf Daten aus Vergleichsobjekten zu und können Planungsvarianten per Knopfdruck durchspielen. Durch die Dokumentation aller Kostenstände von der Kostenschätzung bis zur Kostenfeststellung wird der Planungsprozess sowohl für die Ingenieure als auch für den Auftraggeber transparent.



Bürogebäude Holzhafen, Hamburg.

Reduzierung des Aufwandes

Ist der inhaltliche und preisliche Umfang festgezurrt und mit dem Auftraggeber abgestimmt, erstellen die Ingenieure mit CALIFORNIA 3000 heute komplexe, umfangreiche Leistungsverzeichnisse in kurzer Zeit. Durch das elektronische Versenden der LVs sowie das Einlesen der ausgefüllten Bieter-Leistungsverzeichnisse entfällt der Aufwand für Kopieren und Versenden. “Wir lesen die ausgefüllten Bieterverzeichnisse in CALIFORNIA 3000 ein, haben schnell den Preisspiegel erstellt, während früher die Sekretärin jedes LV in die Hand nehmen und die Informationen eintippen musste” erläutert Ingenieur Schüttke. Mit dem System ist es möglich je nach Anforderung den Preisspiegel detailliert oder komprimiert, als Schwerpunkt oder Ausreißerpreisspiegel, aber auch in Excel zum Beispiel als grafische Auswertung zu erstellen.

Als weiteren Vorteil sieht man beim Ingenieurbüro Scheer die kurzen Reaktionszeiten des G&W-Supports. Probleme zum Beispiel beim Datenaustausch mit einem Projektbeteiligten oder dem Bauherren, wenn diese mit einem anderen System arbeiten, löst das Softwarehaus zeitnah. „Diese kurze Reaktionszeit ist für uns einer der wichtigsten Punkte in der Zusammenarbeit mit G&W“ meint Ingenieur Schüttke.



Verwaltungsgebäude Brüggemann, Heilbronn.

Umstieg auf Terminalserverlösung geplant

Hat das TGA-Büro heute noch an allen drei Standorten CALIFORNIA 3000 im lokalen Netz installiert, so ist geplant, auf eine zentrale Lösung mit Terminalserver umzusteigen. Das bedeutet, dass die Software auf einem Server in der Zentrale laufen wird. Ebenso liegt die Datenbank, hier unter MS SQL-Server, zentral. Alle Mitarbeiter greifen entweder über ein lokales Netzwerk oder eine VPN-Verbindung (virtuell private network) mit Hilfe des Internets auf CALIFORNIA 3000 zu. Bei dieser Arbeitsweise kann der lokale Arbeitsplatz kostengünstig sein, da alle Prozesse auf dem entfernten Server laufen und nicht auf dem Rechner des Mitarbeiters. So können bei Ausfall, Diebstahl oder gar Virenbefall des Endgerätes keine Daten verloren gehen. Der Administrationsaufwand ist deutlich geringer als wenn an jedem Standort eine Version des Programms mit lokaler Datenhaltung installiert wäre.

Die Infrastruktur ist bereits geschaffen, sprich der SQL-Server steht im Büro. Als nächstes werden die Reaktionszeiten getestet und der Umgang mit den umfangreichen, teilweise mehrere Hundert Seiten großen Leistungsverzeichnissen geprobt. Sollte alles zur Zufriedenheit ausfallen, steht dem Zugriff via Internet nichts mehr im Wege.



Verwaltungsgebäude Brüggemann, Heilbronn.

Autorin: Heike Blödorn, Karlsruhe
Fotos: Ingenieurbüro Scheer, Stuttgart
© G&W Software Entwicklung GmbH 2009