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Anwenderberichte

Aselmeier & Lippitz, Lechstedt
Klarheit über die Kosten von Anfang an. CALIFORNIA optimiert Prozesse und hält Kosten im Blick - auch in kleinen Architekturbüros

Klare Linien, reine Materialien und eine deutliche Formensprache setzen markante Zeichen. Die Architekten Aselmeier & Lippitz entwickelten für einen Schreinerbetrieb ein Ausstellungshaus nach Maß und demonstrierten dabei, dass Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ästhetik sich wunderbar ergänzen. Auch sollte auf Wunsch des Bauherren bei dem Objekt Nachhaltigkeit und Energieeffizienz eine übergeordnete Rolle spielen. Mit der Software für AVA- und Kostenplanung CALIFORNIA spielte das Büro Planungsvarianten durch und hielt die Kosten im Blick.

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Der sogenannte Showroom Klimmt, der im städtebaulichen Spannungsfeld eines heterogenen Gewerbegebietes im niedersächsischen Hildesheim in nur drei Monaten Bauzeit fertig gestellt wurde, ist eine Reminiszenz an die Bauhaustradition gepaart mit zeitgemäßer Technik. Der zweigliedrige, bewusst reduziert gehaltene Baukörper bildet ein Pendant zu dem bereits vorhandenen und ebenfalls prämierten Ziegelbau der Geschäftsverwaltung. Er sollte elegant und skulptural wirken, ohne sich in den Vordergrund zu spielen, was gelungen ist. Das im Frühjahr 2009 eingeweihte Gebäude wurde mit dem BDA Preis Niedersachsen 2009 ausgezeichnet.



„Wir haben den Entwurf nach Vorgaben des Bauherrn gestaltet, der sich eine Visitenkarte aus Holz wünschte“, beschreibt Dipl.-Ing. Thorsten Dorner, Architekt und Software-Spezialist bei Aselmeier & Lippitz, die Ausgangssituation für das Projekt. Die Vorstellungen hinsichtlich Gestaltung und Materialität setzten sich auch bezüglich des Kostenrahmens fort. Das Budget für das Gebäude mit einer Nutzfläche von 112 Quadratmetern sollte 160.000 € nicht überschreiten. Dass auch in einem kleinen Architekturbüro dabei eine Ausschreibungssoftware zum Einsatz kommt, ist für den Architekten selbstverständlich.

Zur Unterstützung der anfallenden Prozesse von der allerersten Kostenschätzung bis hin zur Abrechnung sämtlicher Leistungen setzten die Architekten auf CALIFORNIA, eine durchgängige Lösung für AVA- und Kostenkontrolle.  „Wir schaffen damit für jedes Projekt Klarheit von Anfang an.“

Das in Lechstedt im Kreis Hildesheim ansässige Büro wurde 1974 von Dieter Lippitz gegründet. Mit dem Einstieg von Michael Aselmeier im Jahr 2006 konnten die vorhandenen Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Um das Büro betriebswirtschaftlich neu auszurichten, suchte man ein System, das in der Lage ist, alle anfallenden Kostenprozesse abzubilden. „Uns kam es vor allem darauf an, das umfangreiche Spektrum von der Angebotserstellung bis hin zur Abrechnung so effizient wie möglich zu gestalten und am Ende ein Ergebnis zu bekommen, das stimmt“, beschreibt Dipl.-Ing. Architekt Michael Aselmeier die Anforderungen. Die Software sollte daher nicht nur als AVA- Programm fungieren, sondern während des gesamten Prozesses angefangen bei der ersten Kostenschätzung bis zur Abrechnung einen exakten Blick auf die Kosten gewähren. CALIFORNIA deckt diese Anforderungen ab.

Erste Kostenschätzung als Basis

Ausschlaggebend war auch die Anwenderfreundlichkeit, die sich in der gut strukturierten Benutzeroberfläche und der intuitiven Bearbeitung abzeichnet. Die Einarbeitung erfolgte an zwei Vormittagen. „Tags darauf haben wir bereits die ersten Daten in das neue System eingegeben“, erinnert sich Dorner.

Aselmeier & Lippitz ist mit zwei Architekten und zwei angestellten Mitarbeitern zum überwiegenden Teil für die öffentliche Hand tätig. Neben Entwurf und Ausführung von unterschiedlichen Projekten für kommunale und soziale Träger in Niedersachsen hat sich das Büro vor allem in der Sanierung von Schulen und Kindergärten, Gemeindezentren und Kirchenbauten einen Namen gemacht. Abgerechnet werden jährlich bis zu 30 Projekte in einer Größenordnung zwischen 50.000 und 4 Millionen Euro.

„Wir wollen unseren Auftraggebern von Anfang an möglichst konkrete Zahlen und ein hohes Maß an Transparenz bieten“, erläutert Thorsten Dorner. Für den Architekten heißt das: Um auch bei umfangreichen Projekten mit entsprechenden Unwägbarkeiten die Kosten von Anfang an im Griff zu halten, vertraut er auf die Software. Verlässliche Zahlen liefert die fortschreibende Datensammlung, die über ein „Drag & Drop“-Menü Kosten aus Vergleichsprojekten liefert. Diese können in das aktuelle Projekt eingelesen und um einen prozentualen Sicherheitszuschlag erweitert werden, was für die Architekten eine zusätzliche planerische Sicherheit darstellt. Dass eine verlässliche Kostenschätzung mit Inkrafttreten der neuen HOAI immens wichtig ist, hat sich für die Planer bereits ausgezahlt. „Wir können unsere Kostenschätzungen ohne Weiteres als Grundlage für die Honorarabrechnung heranziehen. Da gibt es am Ende keine bösen Überraschungen. Weder für den Bauherrn, noch für uns“, so Aselmeier.

Kostengegenüberstellung von Anfang an

Für das Ausstellungsgebäude Klimmt hatten die Architekten nicht nur strikte Vorgaben hinsichtlich Budget und Gestaltung. Auch hatte der Bauherr konkrete Vorstellungen von Material und Ausstattung. Neben energetischen Aspekten – das Ausstellungsgebäude sollte dem Standard eines Passivhauses entsprechen und ausschließlich mit der Verwendung von Holz als Brennstoff beheizt werden – sollte das gesamte Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit konzipiert sein. Verwendung sollten Materialien finden, die lange Lebenszyklen aufweisen, sich positiv auf den Nutzer auswirken und wirtschaftlich sind. Für Konstruktion und Fassadengestaltung wurde Holz als nachwachsender Rohstoff ausgewählt, zur Dämmung Zellulose. Eine Aufwertung der Ökobilanz erreichte man durch den ausschließlichen Gebrauch von Holz als Brennstoff.


Mit der partiellen Überschneidung der Leistenschalung von geschlossenen und offenen Fassadenflächen wird dem Ausstellungsgebäude eine attraktive Mehrschichtigkeit verliehen. Die horizontale Ausrichtung der Fensterbänder, unterstützt durch die Holzlamellen, bildet im entstandenen Gebäudeensemble einen materialgerechten Kontrast zu den vertikalen Strukturen des vorhandenen Ziegelgebäudes. Die hofseitig angegliederte Vertikalerschließung setzt sich neben dem Gebäuderücksprung durch die Schalungsstruktur ab. Die Lärchenschalungen sind unbehandelt und durchlaufen im natürlichen Alterungsprozess eine ungleichzeitige Vielfalt an Farbschattierungen.

Planungsvarianten

Um hier dem Bauherrn eine Planungsvariante zu bieten, haben die Architekten mit Hilfe der Software unterschiedliche Materialien und Anordnungen in der Fassadengestaltung durchgespielt. Änderungswünsche hinsichtlich der Gestaltung wie zum Beispiel weniger teure Hölzer für die Fassade oder ein günstigerer Bodenbelag für den Showroom konnten mit wenigen Handgriffen über die Eingabe der veränderten Preise dargestellt werden. Die im System hinterlegte Preisdatenbank, über die sich quasi per Knopfdruck verschiedene Planungsvarianten darstellen lassen, ermöglicht jederzeit eine aktive Kostenplanung. „Für uns ist diese Anwendung von Vorteil, weil wir damit konkret belegen können, welche Ausführung zu welchem Preis zu haben ist und ob wir im Budgetrahmen bleiben.“ Für das Klimmt-Gebäude gab es zehn verschiedene Planungsvarianten. Die Fenster als liegende Formate sowie die Fassade in Sibirischer Lärche überzeugten schließlich. Auch rechnete sich die Gegenüberstellung Holzrahmenbau – Ziegelbau.

Was für den Bauherrn in der Entscheidungsfindung hilfreich sein kann, ist für die Architekten immens arbeitserleichternd. Und das auch für kommunale Aufträge. Denn die Software bietet ein Höchstmaß an Komfort. Preise lassen sich per Drag & Drop aus Stammdaten oder Standardtexten wie zum Beispiel StLB-Bau/Dynamische BauDaten in die Leistungsverzeichnisse einlesen. Diese können als Ausdruck oder als GAEB-Datei an das zuständige Bauamt oder den Auftraggeber gegeben werden. Die Möglichkeit, projektrelevante Daten aus Vergleichsprojekten zur Kostenermittlung heranzuziehen und in den entsprechenden Leistungsverzeichnissen festzuschreiben, ist ein zusätzliches Plus.

 

http://www.aselmeier-lippitz.de

Autorin: Susan Barczikowski, Bad Nauheim
Fotos: Klemens Ortmeier, Braunschweig
© G&W Software Entwicklung GmbH 2009