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Anwenderberichte

Nickl & Partner Architekten: Gut organisiert und Kosten im Griff

Software für AVA und Kostenkontrolle macht es möglich
Müssen einige Planungsbüros aufgrund der schlechten Auftragslage Mitarbeiter abbauen, so gilt dies nicht für Nickl & Partner aus München.

Download: Anwenderbericht im pdf-Format (Rechtsklick ...speichern als)

Seit der Gründung 1980 ist der Spezialist für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Forschungsinstitute kontinuierlich auf 82 Mitarbeiter angewachsen. Auftraggeber aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, der Forschung und des Städtebaus haben das mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrte Architekturbüro in Deutschland, Österreich, Italien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Volksrepublik China mit Planungen und Durchführungen betraut. Doch nicht nur der Fokus auf bestimmte Branchen und das Spezialwissen hinsichtlich Technik und Baumaterialien sowie innovative Konzepte machen den Erfolg der Münchener aus, sondern auch eine strukturierte Arbeitsweise und ein gut organisiertes Büro.

So bestehen grundsätzlich zwei Arten von Zuständigkeiten bei Nickl & Partner: direkt projektbezogen oder übergreifend. Jedem vom Büro betreuten Projekt wird ein Projektteam zugeordnet. Diesem steht ein erfahrener Projektleiter vor, der auch als Ansprechpartner für den Bauherrn fungiert. Ihm steht ein Poolleiter zur Seite. Dieser muss mindestens fünf Jahre Architekturerfahrung vorweisen und übernimmt die übergreifende Koordination von zwei bis drei Projekten. Dem Poolleiter obliegt nicht nur die Personalführung des Projektteams, sondern auch die Kostenkontrolle. Darüber hinaus existieren unterstützend arbeitende Teams wie die Fassaden- und Bauteileentwicklung oder die Abteilungen für Ausschreibung und Bauleitung.

Team von sechs Mitarbeitern für Kostenberechnung und Ausschreibung zuständig
Die für Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung zuständigen Architekten stellen durch ihre Spezialisierung sicher, dass innerhalb der Bürostruktur bereits eine Qualitäts- und Kostenkontrolle der Ausführungsunterlagen erfolgt. Allein die Ausschreibungsabteilung umfasst sechs Mitarbeiter, die nur für Kostenberechnungen und Ausschreibungen zuständig sind.
 

OP des Universitätsklinikum Heidelberg
OP des Universitätsklinikums Heidelberg

Dass das Büro mit der modernsten IT-Technik ausgestattet ist, versteht sich dabei von selbst. Neben 43 CAD-Arbeitsplätzen, Office-Anwendungen und Projektmanagementsoftware setzen die Architekten 12 Lizenzen des AVA- und Kostencontrollingsystems CALIFORNIA 3000 der Münchener G&W Software Entwicklung GmbH ein. Dipl.-Ing. Ulrich Reusch, Leiter der Ausschreibungsabteilung, erläutert: „Wir arbeiten nun schon mit der dritten Programmgeneration, denn CALIFORNIA 3000 ist nicht nur ein AVA-Programm, sondern bietet mit seinen unterschiedlichen Modulen Kostentransparenz während des gesamten Planungs- und Ausführungsprozesses. Da wir überwiegend für öffentliche Auftraggeber arbeiten, müssen wir die Kostenberechnungen mit den Kostenstellenzuordnungen nach DIN 276 vornehmen. Und das funktioniert mit diesem System sehr gut.“
Auch greift der gelernte Architekt gerne auf die automatische Kostenschätzung sowie die automatische Kostenermittlung aus Vergleichsobjekten zurück. Müssen die Planer schnell eine erste Schätzung abgeben, greifen sie auf die Baukostendatei eines bereits abgewickelten ähnlichen Projektes zu und rechnen die Kosten über die Nutzflächen hoch.
Nach der Kostenberechnung erzeugen die Ausschreibungsexperten das Leistungsverzeichnis. Als rechtssichere Grundlage nutzen Sie das STLB-Bau / Dynamische BauDaten, das sehr komfortabel in CALIFORNIA 3000 eingebunden ist. Um Zeit zu sparen, haben sie so genannte „Mutter-Leistungsverzeichnisse“ angelegt, auf deren Basis sie das LV für das jeweilige Projekt erstellen. Dieses wird als Ausdruck sowie als GAEB-Datei an das zuständige Bauamt oder den Bauherrn zum Versand übergeben.
Nach Rückgabe der von den Bietern ausgefüllten Leistungsverzeichnisse werden die Daten entweder manuell ins System eingepflegt oder – sofern sie als Datei vorliegen – eingelesen. Daraus wird der Preisspiegel generiert. Die fachliche Prüfung der Daten obliegt dem Planungsbüro während die rein rechnerische Prüfung in den meisten Fällen das zuständige Bauamt vornimmt. Dann erfolgt vom Architekturbüro ein Vergabevorschlag mit einem dazugehörigen Prüfbericht. Ist der Auftrag vergeben, schreiben die Kostenspezialisten im System den Auftragsstand als Grundlage für die weitere Abwicklung fest.

Hörsaalgebäude der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Hörsaalgebäude der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bauleiter greifen von der Baustelle auf das System in der Zentrale zu

Während der Ausführung ermittelt der zuständige Bauleiter auf der Baustelle die Mengen und gibt diese mittels Aufmaßblatt in CALIFORNIA 3000 ein. Dazu ist er mit seinem Notebook via ISDN mit der Datenbank in der Zentrale in München verbunden. Auch die Buchung und der Druck von Zahlungsanweisungen für die Abschlags- sowie Teil- und Schlussrechnungen werden vom Bauleiter vorgenommen. „Mit dem Programm überwachen wir die gesamte Bauausführung von der Freigabe der ersten Abschlagsrechnung bis zur Rückgabe der Bankbürgschaft nach Ablauf der Gewährleistungsfrist“, erklärt Ulrich Reusch und fährt fort: „Auch ist ein Soll-/Ist-Vergleich mit Mengen- und Preisabgleich sowie eine Übersicht über die Kostenentwicklung und den Abrechnungsstand auf Knopfdruck verfügbar.“ So haben die Architekten zu jedem Zeitpunkt den Überblick und das nicht nur über den Baufortschritt, sondern auch über den aktuellen Kostenstand. Und die Auftraggeber erhalten regelmäßig eine Übersicht über die vergebenen Aufträge mit dem Ist-Stand der erbrachten Leistungen und den Kosten.

Kostenfestschreibungen zu Dokumentationszwecken wichtig
Nach dem Nutzen des Systems für das Büro befragt, erläutert der Architekt: „Für uns ist wichtig, dass das Programm der Kostenverfolgung nach DIN 276 entspricht und wir das in jeder Phase dokumentieren können. Auch die Kostenfestschreibungen in den einzelnen Projektstadien zu Dokumentationszwecken sind ein wesentlicher Faktor." Als weiteren Pluspunkt bewerten die Architekten die Bereitschaft des Herstellers Sonderwünsche zu erfüllen. So wurden diverse Anpassungen des Systems an die Arbeitsweise von Nickl & Partner vorgenommen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei www.gw-software.de.

Autor: Heike Blödorn, Karlsruhe
Fotos: Stefan Müller-Naumann, München
© G&W Software Entwicklung GmbH 2006